DIC-Syndrom
DIC-Syndrom: Berechnung nach der veröffentlichten klinischen Methode mit Interpretation des Ergebnisses. Ein Referenzwerkzeug, das keinen ärztlichen Rat ersetzt.
DIC-Syndrom
Berechnen Sie den Score der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) für eine manifeste disseminierte intravasale Gerinnung aus vier Routinewerten.
So funktioniert die Berechnung
Der Score stammt vom DIC-Unterkomitee der ISTH (Taylor et al., Thrombosis and Haemostasis, 2001). Er gilt nur für Patienten mit einer Grunderkrankung, die eine DIC auslösen kann, etwa Sepsis, schweres Trauma, Malignom oder geburtshilfliche Komplikationen. Die Punkte werden bis maximal 8 addiert.
Thrombozyten: ab 100 × 10⁹/l 0 Punkte, 50–99 1 Punkt, unter 50 2 Punkte. D-Dimer (oder ein anderer Fibrinmarker) wird als Code eingegeben: 0 = nicht erhöht (0 Punkte), 1 = mäßig erhöht (2 Punkte), 2 = stark erhöht (3 Punkte). Verlängerung der Prothrombinzeit über den Normwert: unter 3 s = 0, 3–6 s = 1, über 6 s = 2. Fibrinogen unter 1 g/l ergibt 1 Punkt.
Ab 5 Punkten ist das Bild mit einer manifesten DIC vereinbar; die Autoren empfehlen eine tägliche Wiederholung. Unter 5 Punkten ist eine DIC nicht ausgeschlossen, der Score sollte nach 1–2 Tagen wiederholt werden. Der Rechner zeigt Summe, Einordnung und die Punkte je Komponente.
Rechenbeispiel
Voreinstellung: Thrombozyten 80 × 10⁹/l (1 Punkt), D-Dimer mäßig erhöht (2 Punkte), PT um 4 s verlängert (1 Punkt), Fibrinogen 1,5 g/l (0 Punkte). Die Summe 4 liegt unter dem Grenzwert, eine manifeste DIC ist nach dem Score nicht gegeben; Wiederholung in 1–2 Tagen. Fielen die Thrombozyten am nächsten Tag auf 45 × 10⁹/l, stiege der Score auf 5 – vereinbar mit manifester DIC.
Worauf Sie achten sollten
- Was eine mäßige oder starke D-Dimer-Erhöhung ist, legt der Score nicht fest; jedes Labor definiert die Grenzen für seinen Test. Schauen Sie in den Befund.
- Geben Sie die PT-Verlängerung in Sekunden über der oberen Normgrenze (bzw. der Kontrolle) ein, nicht die gemessene Zeit. In deutschen Laboren wird häufig der Quick-Wert in Prozent angegeben – die Sekundenangabe erfragen Sie beim Labor.
- Der Verlauf zählt mehr als ein Einzelwert: Fallende Thrombozyten und Fibrinogenwerte bei steigendem D-Dimer sind auch unter 5 Punkten alarmierend.
- Leberzirrhose, Vitamin-K-Antagonisten, Massivblutung und andere Zustände verändern dieselben Werte; der Score gehört deshalb in ärztliche Hände.
- Der Rechner dient der Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beurteilung; Diagnose und Therapie liegen beim behandelnden Team.
Mehr über: DIC-Syndrom
Was er berechnet
Der Rechner „DIC-Syndrom“ berechnet DIC-Score (0-8) aus 4 Parametern: thrombozyten (×10⁹/l), d-dimer (0 = nicht erhöht, 1 = mäßig, 2 = stark), verlängerung der prothrombinzeit (s), fibrinogen (g/l).
Von Fachleuten und Patienten genutzt, um Gesundheitswerte, Dosierungen und Risiken zu beurteilen.
Beispielrechnung
Mit den Parametern Thrombozyten = 80 ×10⁹/l, D-Dimer (0 = nicht erhöht, 1 = mäßig, 2 = stark) = 1, Verlängerung der Prothrombinzeit = 4 s, Fibrinogen = 1,5 g/l ergibt sich 4 (Nur anwenden, wenn eine DIC-auslösende Grunderkrankung vorliegt).
So funktioniert's
- Geben Sie thrombozyten, d-dimer (0 = nicht erhöht, 1 = mäßig, 2 = stark), verlängerung der prothrombinzeit und fibrinogen ein — jedes Feld oben lässt sich mit einem Schieberegler anpassen.
- DIC-Score (0-8) wird automatisch berechnet, während Sie tippen.
- Sehen Sie sich das Beispiel unten an, um die Formel an echten Zahlen zu sehen.
- Kopieren Sie das Ergebnis oder setzen Sie ein Lesezeichen für diesen Rechner.
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Häufige Fragen
Darf ich den Score ohne Grunderkrankung anwenden?
Mein Fibrinogen steht in mg/dl – wie rechne ich um?
Warum kann Fibrinogen bei DIC normal sein?
Gibt es andere Scores?
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