Fouriersches Gesetz (Wärmeleitung)
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Fouriersches Gesetz (Wärmeleitung)
Berechnen Sie, wie viel Wärme durch eine Wand, Platte oder Schicht aus bekanntem Material und bekannter Dicke fließt, wenn zwischen den Oberflächen ein Temperaturunterschied besteht.
So funktioniert die Berechnung
Das Fouriersche Gesetz für stationäre, eindimensionale Wärmeleitung durch eine ebene, homogene Schicht lautet q = λ·ΔT / d und Q = q·A. λ ist die Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K), A die Fläche in m², ΔT die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Oberflächen in Kelvin (1 K Differenz = 1 °C Differenz) und d die Dicke in Metern.
Hauptergebnis ist der Wärmestrom Q in Watt. Dazu kommen die Wärmestromdichte q (W/m²), der Wärmedurchlasswiderstand der Schicht R = d / λ in m²·K/W – Grundlage des U-Werts nach DIN EN ISO 6946 – und die Energie, die in 24 Stunden durchgeht: Q × 24 / 1000 kWh. Ein negatives ΔT kehrt lediglich die Flussrichtung um.
Richtwerte für λ: Mineralwolle 0,035–0,045, Nadelholz quer zur Faser 0,12–0,18, Vollziegelmauerwerk 0,5–0,8, Stahlbeton 1,7–2,0, Stahl etwa 50, Kupfer etwa 390 W/(m·K). Für die Planung gilt der Bemessungswert des Herstellers bzw. nach DIN 4108-4.
Rechenbeispiel
Voreinstellung: λ = 0,5 W/(m·K), Fläche 10 m², ΔT = 20 K, Dicke 0,1 m. Wärmestromdichte q = 0,5 × 20 / 0,1 = 100 W/m², Wärmestrom Q = 100 × 10 = 1000 W. Wärmedurchlasswiderstand R = 0,1 / 0,5 = 0,2 m²·K/W; pro Tag fließen 1000 × 24 / 1000 = 24 kWh.
Worauf Sie achten sollten
- ΔT ist die Differenz der Wandoberflächen, nicht der Raum- und Außenluft. Wer von Lufttemperaturen ausgeht, addiert die Wärmeübergangswiderstände, nach DIN EN ISO 6946 typischerweise Rsi = 0,13 und Rse = 0,04 m²·K/W.
- Bei mehrschichtigen Bauteilen werden die Widerstände addiert: q = ΔT / (R₁ + R₂ + …). Dieser Rechner behandelt eine homogene Schicht.
- Feuchte Dämmung leitet Wärme deutlich besser als trockene; der Katalogwert für trockenes Material ist dann zu optimistisch.
- Das Modell ist stationär: Wärmespeicherung massiver Wände und Wärmebrücken an Befestigungen und Anschlüssen bleiben unberücksichtigt.
Mehr über: Fouriersches Gesetz (Wärmeleitung)
Was er berechnet
Der Rechner „Fouriersches Gesetz (Wärmeleitung)“ berechnet Wärmestrom Q in W aus 4 Parametern: wärmeleitfähigkeit λ (W/(m·K)), fläche (m²), temperaturdifferenz δt (K), wanddicke (m).
Eine physikalische Standardformel für Schul- und Ingenieuraufgaben.
Beispielrechnung
Mit den Parametern Wärmeleitfähigkeit λ = 0,5 W/(m·K), Fläche = 10 m², Temperaturdifferenz ΔT = 20 K, Wanddicke = 0,1 m ergibt sich 1.000 W.
So funktioniert's
- Geben Sie wärmeleitfähigkeit λ, fläche, temperaturdifferenz δt und wanddicke ein — jedes Feld oben lässt sich mit einem Schieberegler anpassen.
- Wärmestrom Q (W) wird automatisch berechnet, während Sie tippen.
- Sehen Sie sich das Beispiel unten an, um die Formel an echten Zahlen zu sehen.
- Kopieren Sie das Ergebnis oder setzen Sie ein Lesezeichen für diesen Rechner.
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Häufige Fragen
Darf ich ΔT in °C eingeben?
Wie hängen R und λ zusammen?
Wie komme ich zum U-Wert?
Kann ich damit die Heizlast eines Hauses bestimmen?
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