Zweifaktorielle ANOVA
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Zweifaktorielle ANOVA
Berechnen Sie eine zweifaktorielle Varianzanalyse für ein balanciertes 2×2-Design, wenn nur die vier Zellmittelwerte, die Zellgröße und eine gepoolte Standardabweichung vorliegen.
So funktioniert die Berechnung
Im 2×2-Design haben zwei Faktoren (A und B) je zwei Stufen, daraus ergeben sich vier Zellen: A1·B1, A1·B2, A2·B1 und A2·B2. Sie geben den Mittelwert jeder Zelle ein, die Zahl der Beobachtungen pro Zelle n (überall gleich) und die gepoolte Standardabweichung innerhalb der Zellen SD. Der Rechner bestimmt Gesamtmittel und Randmittelwerte und zerlegt die Streuung nach Fishers klassischem Schema.
Quadratsummen: QS_A = 2n · Σ(Stufenmittel von A − Gesamtmittel)², QS_B analog und QS_AB = n · Σ(Zellmittel − Zeilenmittel − Spaltenmittel + Gesamtmittel)². Das mittlere Fehlerquadrat ist SD², also F = QS / SD² für jeden Effekt mit je 1 Freiheitsgrad; der Fehler hat 4(n − 1) Freiheitsgrade. Der p-Wert stammt aus der F-Verteilung.
Hauptergebnis ist der F-Wert für Faktor A. Darunter stehen der p-Wert für A, F und p für Faktor B, F und p für die Interaktion A×B sowie die Freiheitsgrade. Als signifikant gilt ein Effekt üblicherweise bei p < 0,05.
Rechenbeispiel
Voreinstellung: Zellmittel 10, 12, 14 und 20, n = 10 je Zelle, SD = 4. Gesamtmittel 14; Stufenmittel von A 11 und 17, von B 12 und 16. QS_A = 20 · (9 + 9) = 360, QS_B = 20 · (4 + 4) = 160, QS_AB = 10 · 4 · 1 = 40, SD² = 16. Ergebnis: F_A = 22,5 (p < 0,001), F_B = 10 (p ≈ 0,0032), F_AB = 2,5 (p ≈ 0,12) bei df = 1 und 36. Beide Haupteffekte sind signifikant, die Interaktion nicht.
Worauf Sie achten sollten
- SD ist die gepoolte Standardabweichung innerhalb der Zellen – weder die Streuung der Mittelwerte noch die Gesamt-SD. Bei gleichem n ist sie die Wurzel aus dem Mittel der vier Zellvarianzen.
- Der Rechner deckt nur 2×2-Designs mit gleichen Zellgrößen ab. Unbalancierte Daten oder mehr Stufen erfordern Statistiksoftware mit Quadratsummen vom Typ II oder III.
- Prüfen Sie zuerst die Interaktion. Ist sie signifikant, sind Haupteffekte vorsichtig zu deuten, denn der Effekt von A hängt dann von der Stufe von B ab.
- Achten Sie auf die Voraussetzungen: unabhängige Beobachtungen, annähernd normalverteilte Werte je Zelle und ähnliche Varianzen (etwa Levene-Test).
- Effektgröße von Hand: partielles η² = QS des Effekts / (QS des Effekts + SD² · Fehler-df). Für A im Beispiel: 360 / 936 ≈ 0,38.
Mehr über: Zweifaktorielle ANOVA
Was er berechnet
Der Rechner „Zweifaktorielle ANOVA“ berechnet F-Statistik für Faktor A aus 6 Parametern: mittelwert a1·b1, mittelwert a1·b2, mittelwert a2·b1, mittelwert a2·b2, beobachtungen pro zelle, sd innerhalb der zellen (gepoolt).
Eine Grundrechnung fürs Lernen, Ingenieuraufgaben und das Prüfen von Lösungen.
Beispielrechnung
Mit den Parametern Mittelwert A1·B1 = 10, Mittelwert A1·B2 = 12, Mittelwert A2·B1 = 14, Mittelwert A2·B2 = 20, Beobachtungen pro Zelle = 10, SD innerhalb der Zellen (gepoolt) = 4 ergibt sich 22,5 (2×2-Design mit gleich großen Zellen).
So funktioniert's
- Geben Sie mittelwert a1·b1, mittelwert a1·b2, mittelwert a2·b1, mittelwert a2·b2, beobachtungen pro zelle und sd innerhalb der zellen (gepoolt) ein — jedes Feld oben lässt sich mit einem Schieberegler anpassen.
- F-Statistik für Faktor A wird automatisch berechnet, während Sie tippen.
- Sehen Sie sich das Beispiel unten an, um die Formel an echten Zahlen zu sehen.
- Kopieren Sie das Ergebnis oder setzen Sie ein Lesezeichen für diesen Rechner.
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Häufige Fragen
Warum brauche ich keine Rohdaten?
Was bedeutet die Interaktion A×B?
Warum nicht einfach zwei t-Tests?
Woher kommen df = 1 und 36?
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